Die ehrliche Antwort lautet: Ein Modulplattenplatz braucht sehr wenig. Es gibt keine Versiegelungsschicht zu erneuern, kein Granulat einzubürsten, keine Linienmarkierungen alle paar Saisons neu zu streichen. Die meisten Betreiber tun monatelang nichts – und der Platz ist einwandfrei.
Was folgt, ist die vollständige Pflegeanleitung. Sie ist kürzer als die Liste für nahezu jeden anderen Belag.
Fegen – und warum es die wichtigste Aufgabe ist
Die Platten entwässern über ihre eigene Oberfläche. Genau das hält den Platz bereits Minuten nach dem Regen bespielbar. Das funktioniert nur, solange die Ablauföffnungen frei sind. Laub, Grasschnitt, Blütenreste und Moos verstopfen sie – Fegen ist daher keine kosmetische Maßnahme, sondern Entwässerungspflege.
Ein steifer Besen oder ein Laubbläser erledigt die Arbeit. Unter Bäumen empfiehlt sich regelmäßiges Fegen durch den Herbst; in einem offenen Garten reichen einige Male pro Jahr. Wenn Wasser nach dem Regen auf der Oberfläche steht, zeigt der Platz damit an, dass die Öffnungen verstopft sind – nicht, dass etwas mit ihm nicht stimmt.
Reinigung
Ein Schlauch und eine steife Bürste reichen für die meisten Fälle aus. Bei einem Platz, der in einer feuchten Ecke grün angelaufen ist, löst ein Hochdruckreiniger mit breitem Fächerstrahl bei moderatem Druck Algen problemlos ab. Die Lanze dabei gleichmäßig führen und nicht nah an Linienmarkierungen halten.
Zwei Dinge sind zu vermeiden: Lösungsmittelbasierte Reiniger können Polypropylen angreifen – Haushaltsreiniger ist die richtige Wahl. Und Drahtbürsten zerkratzen sowohl die Plattenoberfläche als auch die Farbe dauerhaft – ein permanenter Schaden für ein rein optisches Problem.
Moos und Algen
An schattigen, feuchten Standorten ist Grünbewuchs die häufigste Beschwerde – und ein Standortproblem, kein Oberflächenproblem. Er bildet sich in den Fugen, wo Feuchtigkeit am längsten verbleibt.
Ein handelsübliches Terrassen- oder Kunstrasen-Moosbekämpfungsmittel wirkt zuverlässig: auf trockenem Platz auftragen und nach der angegebenen Einwirkzeit abspülen. Noch besser: Zurückschneiden, was den Platz im Schatten hält. Ein Platz mit einigen Stunden direkter Sonneneinstrahlung hat dieses Problem kaum.
Was einmal jährlich zu prüfen ist
- Den Rand abgehen und nach Platten suchen, die sich an einer Ecke angehoben haben – ein Zeichen dafür, dass sich etwas im Unterbau bewegt hat
- Prüfen, ob die Rampenabschlüsse noch fest sitzen, denn sie nehmen Stöße von Rasenmähern und Schubkarren auf
- Die Entwässerungsabläufe am Platzrand kontrollieren und Ablagerungen beseitigen
- Bei einem einbetonierten Korb: Befestigung und Polsterung prüfen
Was nicht zu tun ist
Einen Plattenplatz nicht versiegeln. Das Versiegeln einer Oberfläche, die zur Entwässerung durch den Belag konzipiert ist, ist der einzige Eingriff, der echten Schaden anrichtet – und er lässt sich nicht rückgängig machen, ohne die Platten aufzunehmen.
Keine schweren Gegenstände darüber ziehen. Punktlasten durch einen gezogenen Sitzbank oder eine beladene Schubkarre können eine Platte brechen, obwohl das gleiche Gewicht gerollt keinen Schaden anrichten würde.
Und nicht streichen. Die Farben sind in die Platten eingeformt, nicht aufgetragen – deshalb verblassen sie nicht fleckig wie ein gestrichener Belag. Farbe obendrauf zunichte macht genau den Grund, weshalb die Oberfläche so langlebig ist.
Falls doch einmal etwas schiefgeht
Eine beschädigte Platte lässt sich ausheben und eine neue einrasten – in der Regel in wenigen Minuten und ohne Werkzeug. Das ist der praktische Vorteil eines Modulbodens gegenüber einem Gussbelag, bei dem die entsprechende Reparatur als sichtbarer Flicken bleibt. Es lohnt sich, beim Erstauftrag einige Ersatzplatten mitzubestellen, da Farbchargen leicht variieren können.