Ein Badminton-Doppelfeld ist 13,40 m × 6,10 m groß – das entspricht 44 × 20 ft. Wer das Maß kennt, dem kommt es nicht von ungefähr: Ein Pickleballfeld hat exakt dieselbe Grundfläche, sodass eine einzige Platte beide Sportarten aufnehmen kann.
Badminton ist außerdem die einzige Sportart in diesem Bereich, bei der ein seriöser Ratgeber Sie von etwas abraten muss – oder Sie zumindest genau wissen lassen sollte, was Sie kaufen. Ein Federball wiegt etwa fünf Gramm. Wind gewinnt jedes Mal.
Offizielle Badmintonfeld-Abmessungen
Das Feld ist 13,40 m lang. Die Breite richtet sich nach der Spielform – und anders als beim Pickleball ist es beim Badminton das Einzelfeld, das schmaler ist.
- Doppelfeld: 13,40 m × 6,10 m
- Einzelfeld: 13,40 m × 5,18 m
- Netzhöhe: 1,55 m an den Pfosten, 1,524 m in der Feldmitte
- Vordere Aufschlaglinie: 1,98 m vom Netz
Beide Liniensets werden auf derselben Fläche markiert – Sie entscheiden sich also nicht für eines davon. Die Einzelseitenlinien liegen innerhalb der Doppelseitenlinien; die hintere Aufschlaglinie für das Doppel liegt innerhalb der Grundlinie.
Wie viel Platz Sie rund um das Feld benötigen
Der BWF empfiehlt für den Vereinsbetrieb etwa 1,8 m seitlichen Auslauf und rund 2,4 m hinter jeder Grundlinie. Ein komfortables Gesamtfeld kommt damit auf etwa 9,7 m × 18,2 m.
Ein Garten-Feld darf enger sein. Reduziert man den Auslauf auf rund 1 m seitlich und 1,5 m an den Enden, ergibt sich eine Gesamtfläche von etwa 8,1 m × 16,4 m – ein durchaus realistisches Maß für ein privates Grundstück.
- Garten: ca. 8,1 m × 16,4 m, knapper Auslauf, für Familienspiele
- Standard: ca. 1,2 m seitlich und 2,1 m an den Enden, für freizeitorientierten Vereinsspielbetrieb
- Komfort: BWF-Empfehlung, ca. 1,8 m seitlich und 2,4 m an den Enden
- Wettkampf: ca. 2,4 m seitlich und 3 m an den Enden
In der Halle kommt eine weitere Anforderung hinzu, die im Freien entfällt: Für BWF-Wettkämpfe sind bis zu 9 m lichte Höhe vorgeschrieben. Im Freien übernimmt das der Himmel – das ist der eine Bereich, in dem ein Außenfeld klar im Vorteil ist.
Das Windproblem – und wann ein Außenfeld trotzdem sinnvoll ist
Ein Federball ist ein widerstandsstabilisiertes Fluggerät. Genau das macht das Spiel in der Halle aus – und genau das macht es im Freien anfällig. Eine leichte Brise lenkt einen klaren Schlag aus der Bahn. Bei mehr Wind fliegt der Ball schlicht nicht dorthin, wo er hingeschlagen wurde, und aus einem Präzisionsspiel wird ein reines Glücksspiel.
Seien Sie sich also darüber im Klaren, was Sie bauen. Wenn das Feld für ernsthaftes Badminton gedacht ist, muss es in der Halle oder an einem gut windgeschützten Standort liegen – planen Sie entsprechend, anstatt auf günstiges Wetter zu hoffen. Ist es hingegen ein Gartenfeld für ruhige Abende, das an anderen Tagen auch für andere Sportarten genutzt wird, ist es eine hervorragende Verwendung der Fläche.
Praktische Maßnahmen, die helfen: das Feld im Windschatten eines Gebäudes oder einer massiven Einfriedung platzieren, die Längsachse quer zur vorherrschenden Windrichtung ausrichten und akzeptieren, dass eine Hecke mehr bewirkt als ein offener Zaun. Kunststoffbälle sind schwerer als Federbälle und halten bei Luftbewegung besser die Linie – daher sind sie beim Spiel im Freien die übliche Wahl.
Eine Platte für Badminton und Pickleball
Da die Grundflächen exakt übereinstimmen, kann eine einzige Platte beide Sportarten aufnehmen: zwei Liniensets, ein austauschbares Netz. Pickleball wird über ein 36-Zoll-Netz gespielt, Badminton über eines mit 1,524 m Höhe – Sie benötigen also höhenverstellbare Pfosten oder einen zweiten Satz.
Das ist das stärkste Argument für den Bau der Platte überhaupt. Pickleball leidet nicht unter dem Wind, der Badminton unspielbar macht – die Kombination liefert Ihnen ein Feld, das immer bespielbar ist und gelegentlich für beide Sportarten gleichzeitig taugt. Mit einem dritten Linienset lässt sich auf derselben Fläche außerdem ein Juniorentennisfeld unterbringen.
Belag
Badminton wird auf den Fußballen gespielt, mit ständigen Ausfallschritten und abrupten Richtungswechseln. Der Belag muss daher zuverlässig Halt geben und die Gelenke schonen. Das Spiel verlangt nach einem harten, ebenen, leicht nachgebenden Untergrund. Rasen ist unspielbar, blanker Beton auf Dauer belastend.
Im Freien ist Wasserableitung genauso wichtig wie Griffigkeit: Ein Feld, das nach Regen Pfützen zieht, ist stundenlang nicht bespielbar – und damit fällt an einem typischen britischen Sommerabend genau die Zeit weg, in der man spielen möchte. Ein Modulbelag aus Kunststoffplatten auf einem vorbereiteten Untergrund entwässert durch den Belag hindurch und ist schnell wieder nutzbar.
Planung Ihres Feldes
Ermitteln Sie zuerst die nutzbare Fläche, legen Sie dann den Auslauf fest, und entscheiden Sie anschließend, welches Format hineinpasst. Alle oben genannten Maße sind als vorkonfigurierte Layouts im OnCourt-Feldplaner hinterlegt: Dort können Sie Ihre eigenen Abmessungen eingeben, beide Liniensets markieren, Farben wählen und das fertige Feld mit Preisangabe ansehen – noch bevor irgendwelche Erdarbeiten beginnen.